Allgemeine Geschäftsbedingungen
Für die Nutzung von meineredaktion durch Organisationen, die nicht als Verbraucher handeln.
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der Software meineredaktion (nachfolgend „Software" oder „Dienst") und der damit verbundenen Leistungen zwischen der Rau Advisory GmbH (nachfolgend „Anbieter"; siehe Impressum) und dem Nutzer.
Der Dienst richtet sich ausschließlich an Organisationen, die nicht als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB handeln — insbesondere Unternehmen, Verlage, eingetragene Vereine, Verbände, Genossenschaften und Stiftungen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen. Der Nutzer sichert bei der Beauftragung ausdrücklich zu, im Namen einer solchen Organisation und nicht als Privatperson zu handeln.
§ 2 Vertragsschluss
Der Vertrag kommt über die Beauftragung unter app.meineredaktion.com/bestellen zustande. Die Beauftragung ist ein verbindliches Angebot des Nutzers; der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter zustande. Ein anderer Weg zur Nutzung des Dienstes besteht nicht.
Jeder Beauftragung ist eine kostenlose Testphase vorgelagert; ihre Dauer und ihr Beginn ergeben sich aus § 4a.
§ 3 Leistungsumfang und Verantwortung des Nutzers
meineredaktion stellt ausschließlich ein Werkzeug zur Erstellung und Anpassung von Texten auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen bereit. Die Software erzeugt Textentwürfe (z. B. Umformulierungen, Anpassungen der Tonalität, Überschriften, SEO-Titel und Kurzfassungen).
Die Auswahl der Quellen, die inhaltliche und presserechtliche Prüfung, der Faktencheck, die Klärung von Rechten Dritter (insbesondere Urheber-, Wettbewerbs- und Datenschutzrecht) sowie die Entscheidung über eine Veröffentlichung liegen ausschließlich beim Nutzer. Der Nutzer trägt die alleinige Verantwortung für die Verwendung der Ergebnisse. Ein bestimmter Erfolg oder eine bestimmte Beschaffenheit der Ergebnisse wird nicht geschuldet.
Der Anbieter behält sich vor, die Aufbereitung einzelner Quellen ohne Angabe von Gründen abzulehnen oder einzuschränken, insbesondere bei technischer Nichtverfügbarkeit, unklarer Rechtslage oder fehlender redaktioneller Eignung.
§ 4a Bereitstellung und Testphase
Nach der Freischaltung richtet der Anbieter die für den Nutzer vorgesehenen Quellen ein. Der dafür nötige Vorlauf ist nicht im Voraus bestimmbar: Er hängt davon ab, welche Quellen der Nutzer benötigt, ob diese technisch erschließbar sind und ob ihre Aufbereitung nach § 3 in Betracht kommt. Der Nutzer kann Quellen jederzeit in seinen Kontoeinstellungen vorschlagen. Für diesen Vorlauf entsteht kein Entgelt.
Die kostenlose Testphase beginnt an dem Tag, an dem der Anbieter dem Nutzer die erste Quelle bereitstellt, und dauert vierzehn Tage. Ein bei der Beauftragung eingelöster Gutscheincode kann eine abweichende Dauer vorsehen; maßgeblich ist dann die in dem Gutschein festgelegte Dauer, die der Anbieter mit der Bestellung festschreibt und dem Nutzer nach der Freischaltung in seinem Konto anzeigt. Werden dem Nutzer später weitere Quellen bereitgestellt oder Quellen entzogen, beginnt die Testphase weder neu noch verlängert sie sich.
Mit dem auf das Ende der Testphase folgenden Tag beginnt die erste entgeltpflichtige Abrechnungsperiode, ohne dass es einer weiteren Erklärung bedarf. Kündigt der Nutzer bis zum Ende der Testphase, entsteht kein Entgelt.
§ 4b Gutscheine und Rückmeldung zur Zufriedenheit
Ein Gutscheincode wirkt sich ausschließlich auf die Dauer der kostenlosen Testphase nach § 4a aus. Er mindert den Tarif nicht und wird weder auf das Entgelt angerechnet noch in Geld ausgezahlt. Ein Anspruch auf die Ausgabe eines Gutscheincodes besteht nicht.
Ein Code kann nur bei der Beauftragung eingegeben werden; je Beauftragung wird höchstens ein Code eingelöst. Ist der Code im Zeitpunkt der Beauftragung nicht mehr einlösbar, bleibt es bei den vierzehn Tagen nach § 4a. Der Anbieter kann einzelne Gutscheincodes ändern, abschalten und in der Zahl ihrer Einlösungen begrenzen sowie die Ausgabe neuer Codes jederzeit einstellen. All das wirkt nur für Einlösungen nach der Änderung; eine mit einer Beauftragung bereits festgeschriebene Dauer bleibt unberührt.
Kommt über eine Beauftragung, bei der ein Gutscheincode eingelöst wurde, ein Vertrag zustande, darf der Anbieter den Nutzer gelegentlich per E-Mail nach seiner Zufriedenheit mit der Software fragen. Er verwendet dafür die im Konto des Nutzers hinterlegte Kontakt-E-Mail-Adresse. Vereinbart ist allein die Anfrage; eine Antwortpflicht besteht nicht.
Der Anbieter bewirbt in diesen Anfragen keine weiteren Leistungen und weist in jeder Anfrage darauf hin, dass der Nutzer weiteren Anfragen widersprechen kann. Widerspricht der Nutzer, fragt der Anbieter nicht mehr; der Vertrag und die nach § 4a festgeschriebene Dauer der Testphase bleiben davon unberührt. Die Abrede endet mit dem Vertrag. Wie der Anbieter die dabei verarbeiteten Daten behandelt, beschreibt die Datenschutzerklärung.
§ 4 Vergütung & Zahlungsbedingungen
Für die entgeltpflichtige Nutzung gilt der bei der Beauftragung angezeigte Tarif zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Maßgeblich ist der Preis, der im Zeitpunkt der Beauftragung angezeigt wurde; er wird mit der Bestellung festgeschrieben.
Abgerechnet wird monatlich per Rechnung, zahlbar innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug an die bei der Beauftragung angegebene Rechnungsanschrift. Eine Zahlungspflicht entsteht erstmals mit dem Beginn der ersten entgeltpflichtigen Abrechnungsperiode nach § 4a.
Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Nutzer nicht bis zum Wirksamwerden, gilt der neue Preis als angenommen; im Fall des Widerspruchs endet der Vertrag zu diesem Zeitpunkt.
Faire Nutzung: Der Leistungsumfang bezieht sich auf den redaktionellen Normalbetrieb eines Hauses. Übersteigt die Nutzung eines Kunden dauerhaft und erheblich das Maß vergleichbarer Kunden oder gefährdet sie den Betrieb für andere Kunden, teilt der Anbieter dies in Textform mit und die Parteien vereinbaren eine angemessene Anpassung von Nutzung oder Tarif. Bis zu einer Einigung darf der Anbieter die Abrufhäufigkeit vorübergehend begrenzen; eine Sperrung des Zugangs erfolgt nicht.
§ 5 Vertragslaufzeit & Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Parteien können den Vertrag jederzeit ordentlich kündigen; die Kündigung wird zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode wirksam. Eine Kündigung während der Testphase nach § 4a wird sofort wirksam und löst kein Entgelt aus. Bereits gezahlte Entgelte werden nicht anteilig erstattet. Die Kündigung erfolgt in Textform. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 6 Nutzungsrechte an erzeugten Inhalten
Die im Rahmen der Software erzeugten Entwürfe stehen dem Nutzer zur freien Verwendung zur Verfügung. Der Anbieter erwirbt keine Rechte an den Eingaben oder Ergebnissen.
§ 7 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertraut) und der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
Der Anbieter übernimmt keine Haftung für den Inhalt, die Richtigkeit, Vollständigkeit oder rechtliche Zulässigkeit der mit der Software erzeugten oder angepassten Texte sowie für deren Verwendung, Weiterverarbeitung und Veröffentlichung durch den Nutzer (§ 3).
§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Es gelten ergänzend die Regelungen unserer Datenschutzerklärung.
Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Nutzers verarbeitet, gilt die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO als Anlage 1 zu diesen AGB. Sie wird mit der Bestätigung dieser AGB in elektronischer Form geschlossen; Art. 28 Abs. 9 DSGVO lässt dieses Format ausdrücklich zu. Ein gesondert unterzeichnetes Dokument ist nicht erforderlich.
§ 9 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Anbieters. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand
Fassung vom 3. August 2026.
Diese Fassungsangabe ist zugleich der Wert, der bei einer Beauftragung als zugestimmte Vertragsgrundlage gespeichert wird.